Volkskrankheit Rückenschmerzen – Rückenschule kann helfen
22. Mai 2009 von perfektman
Kategorie Fitness

Rückenschmerzen - einer der Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit
Es ist eine der häufigsten Arbeitnehmer-Erkrankungen: Rückenprobleme.
Erkrankungen des Bewegungsapparates sind nicht gerade selten. Die Zeiten, in denen immer mehr Büroarbeitsplätze, sitzende Tätigkeiten oder aber auch körperliche einseitige oder sehr belastende Arbeiten aufs Kreuz gehen, nehmen eher zu denn ab.
Die „alte“ Rückenschule ist längst vom Modell her überholt, die „neue“ Rückenschule berücksichtigt solche Faktoren wie psychosoziale Faktoren voll mit als ursächliche Gründe für ein Rückenleiden.
Übrigens direkt für alle Unkundigen sei es direkt am Anfang erwähnt: so gut wie JEDE Krankenkasse bezuschusst zu weiten Teilen Präventionsprogramme wie Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik und vieles mehr, was dem Rücken zu Gute kommt!
Einfach mal erkundigen. Ich habe vor 2 Jahren einen Kurs in der Rückenschule im nebenan liegenden Stadtteil genehmigt bekommen, obwohl sie nicht extra in der von meiner Krankenkasse zugeschickten Liste stand. Die Krankenkassen genehmigen auch sehr oft einen Kurs der lediglich von einer anderen Krankenkasse als offiziell gefördert gilt. Beispiel: sie sind in der AOK und ihre Freundin möchte sie mit in ihren von der IKK bezuschussten Wirbelsäulengymnastik-Kurs nehmen. Fragen sie bei Ihrer Krankenkasse vorher an, in der Regel genehmigen sie Bezuschussungen für solche Kurse auch.
Aber zurück zum Volksleiden Rückenschmerzen: es dürfte in direktem Zusammenhang mit einer sitzend ausgeführten Tätigkeit oftmals stehen. Diese einseitigen Bewegungsabläufe, starre Körperhaltungen (etwa am Bildschirm) plus psychischer Stress sind hauptverantwortlich für arbeitsbedingte Rückenerkrankungen.
Betriebliche Rückenschule kann dem vorbeugen bzw. aktiv und direkt am (Arbeits-)Ort Einfluss nehmen. Rückenbeschwerden und die dadurch entstehenden Arbeitsausfälle können so aktiv bekämpft werden.
Die alte Faustregel, dass man den Rücken immer gerade halten soll, gilt als veraltet. Heute heißt die Devise „immer in Bewegung bleiben“. Da ist es oftmals nicht mit einem einfachen Bürostuhl für 30 Euro aus dem Discounter nebenan und einem nicht höhenverstellbaren Schreibtisch getan. Die Arbeitsflächen und –hilfsmittel müssen den Bedürfnissen des Arbeitenden genau angepasst werden.
Wirklich gute Hilfsmittel hat die AGR (Aktion Gesunder Rücken e. V.) auf ihren Seiten zusammengesucht und schön erklärt – es lohnt sich einen Blick da drauf zu werfen.
Wussten Sie übrigens, dass Ihr Arbeitgeber Steuern sparen kann, wenn er seinen Arbeitnehmern mit einer betrieblichen Rückenschule etwas Gutes tun möchte? Die Firma kann bis zu 500 Euro pro Jahr pro Arbeitnehmer absetzen.
Denn eines ist klar: ein gesunder Mitarbeiter ist zufriedener und leistungsfähiger als ein kranker oder lädierter Mitarbeiter – und so zahlt sich betriebliche Gesundheitsvorsorge eher früher als später aus.








So hart wie es klingt: Nicht immer hilft die Rückenschule – besonders bei nahenden Bandscheibenvorfällen ist Vorsicht angesagt. Rückenschmerzen kommen nicht immer von der Wirbelsäule.