Sommerzeit – Zeckenzeit
15. Juni 2009 von perfektman
Kategorie Gesundheit und Ernährung
Nun hat auch der Sommer in Deutschland Einzug erhalten. Zwar hatten wir in den vergangenen Wochen schon mal einige schöne sommerliche Tage doch konstante warme Temperaturen blieben leider aus. Dies soll sich aber bald ändern. Schließlich beginnt ja offiziell die Sommerzeit in einer Woche. Sonne pur und dazu kurze Klamotten herrlich. Die Wochenenden regen gerade zu Unternehmungen an wie das Schwimmbad oder ein Picknick auf den Wiesen. Nicht nur das wir uns darüber freuen, es gibt auch so einige Tierchen wie Stechmücken, Bremsen und Fliegen, die auch zur Hochkonjunktur auflaufen. Eine große Gefahr lauert auch im Wald, Unterholz und auf den Wiesen: Zecken!
Doch kann man sich gegen Zecken schützen?
Teilweise. Zecken sind Krankheitsüberträger. Durch einen Zeckenbiss kann das sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen werden. Gegen FSME kann man sich aber impfen lassen, was auch dringend empfohlen wird. Hingegen bei Borreliose die beste Medizin Vorsicht und Vorsorge ist.
Mit einer Impfung sollte frühstmöglich begonnen werden. Denn die Spritzen sollen im Abstand von drei Monaten gegeben werden. Erst dann besteht ein vollständiger Schutz gegen FSME. Eine Auffrischung ist nach drei Jahren erforderlich.
Kosten der FSME Impfung?
Die Kosten liegen etwa bei 100 Euro. Ob die Krankenkasse diese übernimmt, sollte im Vorfeld abgeklärt werden. Menschen die im Risikogebiet wohnen können in der Regel mit einer Erstattung der Kosten rechnen.
Zecken Saison?
Ist abhänging von der Wetterlage. Generell beginnt sie im März oder April und endet im Oktober. Hochkonjunkutur haben die Monate Juni bis August.
Zecken Verbreitung in Deutschland und Europa?
Generell herrscht ein Borreliose-Alarm auf der Nordhalbkugel. In Deutschland wiederum muss verstärkt in der Mitte und im Süden auf Infektionsgefahr geachtet werden. Das gefährliche Gebiet von FSME findet man im Süden Deutschlands bishin zur nördlichen Maingrenze. In Europa erstreckt sich das FSME Risko über Südschweden, Österreich, Polen, Russland bis hin zum Japanischen Meer in Ostsibirien.
Was tun wenn man eine Zecke hat?
Wird eine Zecke auf der Haut entdeckt, muss man sie sofort mit einer Zeckenkarte oder einer Pinzette entfernen. Oberstes Gebot dabei ist, dass der Hinterleib nicht zerquetscht werden darf. Denn im Darm können die bösartigen Krankheitserreger sein. Ob es auch zur Borreliose Infektion gekommen ist, kann manchmal erst nach wenigen Tagen festgestellt werden. Betroffene leiden dann an grippeähnlichen Symptomen oder sehen eine Rötung um den Zeckenbiss herum. Häufig ist es aber so, dass die Symptome erst nach Monaten oder sogar nach Jahren auftreten. Einen Zusammenhang damit ist vielen Patienten dann weit entfernt, was eine Diagnose schwierig macht. Hinzu kommt das breite Krankheitsbild was sich in Gelenkentzündungen, Lähmungserscheinungen, Nervenschmerzen oder Gehirnhautentzündung äußern kann.
Also nach jedem Ausflug ins Grüne, besser noch nach jedem Tag draußen, den Körper nach Zecken absuchen. Die häufigsten Stellen sind da, wo man sie nicht vermutet bzw. man denkt das die Tierchen da nicht hinkommen. Zum Beispiel unter den Achseln, den Brüsten, Kniekehlen und im Genitalbereich. Die Überlebenszeit von Zecken kann bis zu drei Tage sein!
Quelle: weltonline
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