Schönheitswahn zu offensichtlich

27. Mai 2010 von perfektman  
Kategorie Schönheit um jeden Preis

Der Schönheitswahn von den französischen Zwillingen Igor und Grichka Bogdanoff ging offensichtlich zu weit, wie das nachstehende Bild beweist. Erst kürzlich beim Filmfestival in Cannes zeigten sich die Zwillinge Bogdanoff Seite an Seite in schicker Abendgarderobe mit ihren neuen Gesichtern.

Photo by: KGC42/starmaxinc.com 2010 5/17/10 Igor Bogdanoff and Grichka Bogdanoff at the C

Jedoch rufen die Beiden für mich beim Anblick und wahrscheinlich bei vielen anderen auch Fassungslosigkeit hervor. Die zu stark aufgespritzten Lippen und Bäckchen jagen einem wohl eher einen kalten Schauer über den Rücken, als dass sie Bewunderung auslösen.
Für mich definiert sich Schönheit bei Weitem anders als bei den 60-jährigen Franzosen, die den Bogen ihres Jugendwahn mehr denn je überspannt haben!
Aber das nach wie vor Schönheitsoperationen bei Promis “IN” sind, ist kein Geheimnis. Das zeigen unter anderem Jennifer Rush und Sharon Osbourne. Die Sängerin Rush ließ sich offenbar ihre diversen Schönheitsoperationen 480.000 Dollar kosten. Ob das nur mal so gut war? Für mich sieht sie im Vergleich von früher zu heute eher einer Barbie gleich. Den letzten Schritt eine erneute Brustvergrößerung bereut sie heute, wie sie dem “New”-Magazin erzählte.

Jennifer Rush Performs In Poland

Sharon Osbourne hingegen ließ ihre Schönheitsoperationen (Lifting) nur ihrem Mann “Ozzy” zu Liebe durchführen. Als Dankeschön, dass er über die Jahre hinweg zu ihr gehalten hat, auch als sie einem “Müllsack”, wie sie sagt, ähnlich sah. Jedoch kommt für sie niemals eine Korrektur im Augen- und Mundbereich in Frage.

A bare-faced Sharron Osbourne dresses down for dinner at Madeos

Was haltet ihr von den Zwillingen? Ich finde das der eine auch so eine Ähnlichkeit mit Jocelyn Wildenstein hat oder?

Bedenklicher Trend: Kinder im Schönheitswahn

Eigentlich nicht weiter verwunderlich, trotzdem ist man ein wenig erschrocken, wenn man so einen Artikel liest wie den in der Berliner Morgenpost heute.
Aber eigentlich ist es jedem klar, der dann mal drüber nachdenkt wie die Schönheitsindustrie und die Modeindustrie funktioniert: der Schönheitswahn bei Erwachsenen ist ausgereizt, es gilt eine neue Zielgruppe zu finden. Und wer wäre besser geeignet als die Kinder von perfekt gestylten Eltern?


Der Artikel erzählt uns, dass bereits acht Prozent der acht- bis zehn-jährigen sich mit kosmetischen Produkten aufstylen, bevor sie morgens in die Schule gehen. Bei den Siebt- und Achtklässlern seinen es sogar schon 60 Prozent. Wer sich einmal aufmerksam umguckt in der Straßenbahn, überlegt sich für den Rest seiner Fahrt, wie alt die aufgeregt vor sich hin schnatternden Mädels dort wohl sind: alle die gleiche Frisur, hochtoupiert am Hinterkopf und garantiert mit einer Unmenge von Haarspray fixiert. Nur Mascara ist fast schon zu wenig heutzutage. Es muss gleich ein komplettes Gesamtkonzept sein: Kosmetik, Haarstyling, aber auch Ballon-Shirts, Ballerinas, Markenjeans usw. Ok, wir hatten sowas in unserer Jugend auch. Aber nicht mit 10 Jahren oder womöglich sogar schon in der 1. Klasse.
Bedenklich wird es in dem Moment, wo sich Kinder nur noch mit solchen Schönheitstrends auseinandersetzen und sich ausschließlich über diese definieren oder sogar den Wunsch nach einer Schönheits-OP äußern, um ihrem Idol möglichst nahe zu kommen.
Psychologen warnen vor solchen extremen Schönheitstrends, besonders aus dem Grund, weil Kinder dann Gefahr laufen sich ohne diese Produkte nicht mehr „hübsch“ zu finden oder unbedingt als „cool“ mithalten wollen.
Die Beauty-Angebote für Kinder werden immer größer: die Branche hat den Trend erkannt.
Egal ob es nun der Frisör-Kindersalon im KaDeWe ist oder eine komplette Pediküre für die Kleinen mit Produkten, die ihre Haut überhaupt noch nicht braucht oder im schlimmsten Falle sogar Hautirritationen hervorruft.
Deshalb ist allen Verantwortlichen, seien es nun die Eltern oder Erzieher, eine gewisse Sorgfaltspflicht anzuraten, gerade im Umgang mit dem Thema „mein Kind als der Konsument der Zukunft“.
Keine Frage, ein Kind darf spielen, schwärmen, sich verkleiden, auch mal was „Hübsches“ anziehen oder den Nagellack der Mama zum Spaß benutzen. Nur sollte es nachdenklich stimmen wenn sich heutzutage ca. 20 Prozent der neun- bis 14-jährigen bereits eine Schönheits-OP vorstellen könnten oder sie sich sogar wünschen! Spätestens dann ist ein kritisches Hinterfragen und vielleicht ein ernsthaftes Gespräch mit ihrem Sprössling über da eigene Körperbild ratsam.

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