Bewertung der Ernährung an Schulen

Erst kürzlich haben unsere Kinder das Angebot des Schulessens bewertet und bescheinigen den Schulen nur eine durchschnittliche Note (2,9). Im Vergleich zur Studie von vor fünf Jahren ist dies ein Rückgang um eine halbe Note. Woran liegt diese schlechtere Bewertung? Liegt die Ursache im Angebot?

Das Ergebniss der Umfrage zeigt, dass sich die Schüler mehr Abwechslung und mehr Auswahl wünschen. Der Wert auf einer gesunden Ernährung ist dabei nebensächlich. Pasta und Fleisch dominieren die Rangliste der Lieblingsgerichte der SchülerInnen. Dicht gefolgt von Kartoffelmahlzeiten und Knödel. Frei nach dem Spruch “Das Auge isst mit”, handeln auch die SchülerInnen und wählen ihre Mahlzeit auch nach Aussehen, Geruch und Geschmack aus.

Deftige Hausmannskost wird dem frischen Salat-, Obst- und Fischangebot bevorzugt. Kein Wunder, wenn die SchülerInnen nach der üppigen Mahlzeit in ein Mittagstief verfallen und die Lust für den Nachmittagsunterricht minütlich sinkt. Eine verpasste Chance die Jugendlichen auf eine gesunde Ernährung umzustimmen?! Immerhin bringen 15 Prozent der Jugendlichen viel zu viel auf die Waage. Sechs Prozent leiden schon an krankhafter Fettleibigkeit! Aber auch das krasse Gegenteil, an einer Essstörung zu leiden, nimmt stetig zu. Ein knappes Drittel der 11- bis 17-jährigen Mädchen weisen diese Auffälligkeiten auf. Bei den Jungen sind es obschon 15 Prozent.

Eine eindeutige Ursache zu finden ist sicherlich nicht ganz einfach. Mitverantwortlich sind aus meiner Sicht die Eltern, denn so wie die Eltern sind (Essgewohnheiten, Manieren, Sprachgebrauch, Sport, etc.), sind auch die eigenen Kinder. Werden zu Hause nur Fertiggerichte serviert, dann lernen Kinder gar nicht erst den richtigen Geschmack von frisch zubereiteten Gerichten kennen, sondern kennen nur industriellen, vorgegaukelten Geschmack. Dass die jeden Tag verzehrten Fertiggerichte auf die Dauer ansetzen, wenn kein sportliche Aktivität hinzukommt ist nur logisch. Die Schulen sind aber auch nicht ganz unschuldslos. In den letzten Jahren, haben sich die Unterrichtszeiten immer weiter ausgedehnt und sind heute in vielen Bundesländern zu Ganztagsschulen geworden. So sind die SchülerInnen von morgens 8 Uhr bis nachmittags 16 Uhr aus dem Haus. Ohne Energie zwischendurch geht nichts. Die Option der Mensa gar nicht mal so schlecht. Berufstätige Eltern begrüßen das Angebot auch und bezeichnen es als Entlastung. Auf Qualität kommt es ihnen dabei aber nicht an. Das sollte es aber. Früher, wo die Kinder um spätestens 14 Uhr daheim waren, gab es das von Mutter selbstgekochte Essen für die ganze Familie. Selber Kochen ist auch ein Thema, was heute nicht mehr “in” zu sein scheint. Oft beherrschen die Mütter schon gar nicht mehr das Kochen. Grund ist vermutlich das eigene Alter der Mutter, was immer jünger in unserer Gesellschaft wird. Da bleibt dann keine Zeit um noch so etwas zu lernen…

Irgendwo beißt sich die Katze da in den Schwanz. Die Schuld will keiner haben, warum die Kinder immer mehr verfetten! Und selbst was dagegen tun ist ja viel zu aufwändig. Entweder müssen wir mit den Konsequenzen leben, die sich auch auf uns Eltern auswirken wird oder wir beginnen selber damit.

Bild: © Dieter Schütz/Pixelio

Gesunde Ernährung – EU Kampagne für übergewichtige Kinder

Das Thema gesunde Ernährung bei Kindern ist schon seit längerer Zeit ein ernst zunehmendes Thema. Zahlen belegen, dass die Zahl der übergewichtigen Kinder immer weiter steigt und das nicht nur in Deutschland sondern europaweit.

Etwa 22 Millionen sind Übergewichtig wovon 5 Millionnen sogar Fettleibig sind. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, hat die EU heute eine Kampagne gestartet, zur Förderung der gesunden Ernährung bei Kindern. Dadurch können Spätfolgen wie Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten und sogar vorzeitige Osteoporose eingedämpft werden.

Was sind die Ziele der EU-Kampagne?

Zur Kampagne gehören drei Roadshows, startend an der EU-Zentrale. An verschiedenen Orten in Europa wird Kindern die Möglichkeit gegeben, sich aktiv und spielend an der Kampagne zu beteiligen. Das Hauptziel dabei ist die Essgewohnheit der Kinder zu verbessern. Unterstützung erhält die Kampagne vom belgischen Tennisstar Justine Henin. Zudem vom 8-jährigen Rosolino Cannio, dem Guinness-Rekordinhaber im Langschwimmen. Eine interaktive Website sowie Preisausschreiben sollen die Kampagne unterstützen.
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Wie finanziert sich die EU-Kampagne?

Der EU-Agrarhaushalt macht diese Kampagne für gesunde Ernährung erst möglich. Parallel dazu finden zwei weitere wichtige Initiativen – für ein gesünderes und ausgewogeneres Leben der Kiinder, statt, das EU-Schulobstprogramm und die EU-Schulmilchregelung. Nach dem Motto Iss, trink und beweg dich, werden die Geschmacksbande acht Wochen durch Belgien, Nordfrankreich, das Vereinigte Königreich, Irland, Estland, Litauen und Polen ziehen, um Schulen, täglich zwei, zu besuchen. 18.000 Kinder aus 180 Schulen werden dabei mitmachen, um der Botschaft, Esst richtig, denn Fitness macht Spaß beizuwohnen. Ein zusätzlicher Anreiz ist die interaktive “Schatzsuche” auf der Website der Geschmacksbande, wo die Schulkinder zwischen 8 und 15 Jahren europaweit Preise im Bereich Sport und Freizeit gewinnen können.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website Die Geschmacksbande

Quelle: oekonews.at
Bild: © by Günther Richter, Thomas Anderson/Pixelio

Schönheitoperation gefällig – nein Danke

17. Juli 2009 von perfektman  
Kategorie Gesundheit und Ernährung

schoenheitsop-ndWenn alle Menschen sich gesund ernähren würden, dann bräuchten wir nicht mehr so viele Schönheitschirurgen die jährlich so viele Schönheitsoperationen durchführen. Jetzt mal abgesehen von den rekonstruktiven Operationen, die beispielsweise durch Unfälle entstanden sind und Körperfunktionen wieder hergestellt werden müssen. Es gäbe kaum Anlässe sich die Hautstraffen zu lassen oder Fett absaugen zu lassen, da die Menschen mit sich zu frieden sein könnten. Dank der gesunden Ernährung, die wahre Wunder bewirken kann.

Viele Nahrungsmittel enthalten nämlich die richtigen Nährstoffe, die die Haut nur langsam altern lassen. Vorzugsweise sollte wir daher auf frisches Obst und Gemüse zurückgreifen, sowie auf Vollkornprodukte, Fisch und mageres Fleisch und natürlich reichlich Wasser. Der Hautalterungsprozess kann dadurch deutlich verlangsamt werden und wahrscheinlich auch umgekehrt werden. Ein Blick auf die Haut unserer Mitmenschen verrät uns den Lebensstil und den Ernährungstypen. Unsere Haut ist nämlich quasi unser Spiegelbild. Schönheit kommt wohl doch von innen!

Forscher fanden heraus, dass die Ursache von Fältchen und schlaffen Bindegewebe durch winzige Entzündungen im Hautgewebe verursacht werden. Mitverantwortlich dafür sind freie Radikale, die die Folgen von Gereiztheit und Überempfindlichkeit mit sich ziehen. Dadurch auch empfänglicher für Fältchen und Pigmentflecken sind.

Im folgenden Nahrungsmittel die Schönheitsoperationen überflüssig machen:

  • Cambert, Leber und Eier enthalten viel Vitamin A, das für die Jungerhaltung der Haut eine wichtige Rolle spielt. Es fördert Wachstum und die Erneuerung der Zellen. Kleinere Fältchen können gar nicht erst entstehen.
  • Karotten, Spinat und Süßkartoffeln liefern Betacarotin, das sehr hilfreich die Zellen stärkt, die bei UV-Strahlung beschädigt werden. Ferner hilft Lycopin den körpereigenen Lichtschutz zu verbessern. Der rote Farbstoff ist in Tomaten und Wassermelone enthalten.
  • Kiwis, Zitronen und Johannisbeeren enhalten viel Vitman C. Die Melaninproduktion wird dadurch verlangsamt, die Altersflecken verblassen.
  • Wer Fisch mag, ist fein raus. Hering, Lachs und Makrele liefern wertvolle Fettsäuren, die trockene Haut verbessern. Jetzt ist Schluss mit teueren Hautcremes kaufen. Eine Alternative wäre die Verwendung von Leinöl, Hanföl oder Walnussöl. Aber auch die häufigste Hautkrankheit Schuppenflechte kann mit Hilfe von dem Verzehr von Thunfisch, Lachs, Hering und Makrele oder Leinöl gesenkt werden.
  • Parmesan, Garnelen, Thunfisch und Sojabohnen sind der perfekte Lieferant für die Hemmung der Herpes-Viren. Die sogenante Aminosäure Lysin stärkt die Abwehrkräfte gegen die Herpes-Viren.
  • Hanf- und Boretschöl sind reich an Linolensäure, dass zur Abwehr der Umwelteinflüsse zuständig ist. Wer Neurodermitis hat sollte verstärkt zu diesen Nahrungsmitteln greifen bzw. die beim Kochen etc. verwenden.

Quelle: fitforfun
Bild: © by Paul-Georg Meister/Pixelio

Gesunde Ernährung und Bewegung – O.k statt K.o.

29. Mai 2009 von perfektman  
Kategorie Gesundheit und Ernährung

ok-koDie Kampagne O.k. statt K.o. ist ein bundesweites Projekt für gesunde Ernährung und Bewegung für Jugendliche und Eltern.
Vordergründig werden Schüler und Schülerinnen im Alter von 11 bis 15 Jahren sowie deren Eltern angesprochen. Das Ziel der Aktion ist eine nachhaltige Wirkung für mehr ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung bei Jugendlichen zu schaffen.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit, mit Ministerin Ulla Schmidt an der Spitze und zwei weiteren prominenten Botschafterinnen, Dr. Christine Theiss, Kickbox Weltmeisterin und Ina Menzer, Box-Weltmeisterin im Federgewicht, machen sich Powerfrauen stark für die Jugendlichen.

Informationen für die Schulen

O.k. statt K.o verteilt kostenlose Unterrichtspakete mit Lehrermaterialien und zehn Kopiervorlagen. Die zur Verfügung gestellten Materialien zu den Themen gesunde Ernährung und Bewegung sind abwechslungsreich und jugendgerecht zusammengestellt und damit leicht in den Schulunterricht integrierbar. Da der Fokus dieser Aktion auf allgemeinbildenden Schulen mit einem hohen Anteil an Jugendlichen mit niedrigem Sozialstatus und Migrationshintergrund liegt, werden die zusätzlich entwickelten Elternmagazine nicht nur in deutscher Sprache herausgegeben, sondern auch in türkischer Sprache. Die Motivation für eine gesündere Lebensweise soll dadurch gestärkt werden.

Herzstück Wettbewerb

Wie bei so vielen Aktionen gibt es auch bei diesem Projekt einen großen Wettbewerb. Prämiert werden eigene Projekte bei denen Essen, Trinken und Bewegung im Mittelpunkt stehen. Auf die ideenreichsten Projekte warten Geldpreise und Sachgewinne. Der Einsendeschluss für die Ideen und Konzepte ist der 20. Juli 2009.

Gesundheitszustand der heutigen Generation

Erschreckend ist, dass schon 18,1 Prozent der Jungen und 16,4 Prozent der Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren übergewichtig oder fettleibig sind. Sogar jedes vierte Kind von Migranten ist übergewichtig. Was je nach Schulform variiert.
Die Kinder und Jugendlichen weisen meist ein falsches Ess- und Trinkverhalten auf. So verzerren sie heute mehr Süßigkeiten, fette Snacks und Fastfood als Brot und Getreideprodukte, Gemüse und Obst, Milchprodukte oder Fisch. Beim Trinken stehen zuckerhaltigen Softdrinks an oberster Stelle.
Es wäre vielleicht nicht alles so schlimm, wenn nicht auch noch Bewegung fehlen würde. 10,1 Prozent der Jungen und 21,5 Prozent der Mädchen gelten als inaktiv. Sie bewegen sich körperlich-sportlich weniger als einmal die Woche. Die meiste Freizeit wird am Computer/Internet, Spielkonsole oder Fernseher/Video verbracht. Daher resultieren auch die schlechten motorischen Fähigkeiten: einen Minute auf einem Bein stehen oder zwei Schritte auf einem Balken rückwärts gehen.
Aber auch das Gegenteil ist der Fall. Einfünftel der Kinder und Jugendlichen zeigen Anzeichen von Essstörungen. Betroffen sind Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien, die oft zu seelischen Problemen, Ängsten oder depressiven Verstimmungen neigen.
Viele Eltern bewerten die Fitness ihrer eigenen Kinder häufig besser als die Kinder selbst. Hinzu kommt aber auch die eigene Fettleibigkeit der Eltern. Sie können in diesem Bereich kein gutes Vorbild für ihre Kinder sein. Lediglich ein Drittel der Deutschen kennt die Bedeutung von „5 am Tag” richtig. Und nur 7,7 Prozent kann den persönlichen Energiebedarf richtig einschätzen. Alles erschreckende Fakten, die mit dieser Kampagne zu mehr Gesundheitsbewußtsein bei Eltern und Kinder anregen soll.

Weitere Information finden Sie unter www.okstattko.de

Gesunde Ernährung in Kindergärten und Schulen? Weit gefehlt!

15. Mai 2009 von perfektman  
Kategorie Gesundheit und Ernährung

gesunde-ernaehrungButterbrot in einer Butterbrottüte, etwas Obst, das Milchpäckchen: das war ungefähr meine Ernährung in Kindergarten und Schule. Anfänglich in einer dieser niedlichen Kindergartentaschen stolz mit zum Kindergarten getragen, später im Schultornister und noch später im Rucksack transportiert.

Was essen die KiTa- und Kindergarten-Kinder denn heute so?

Nichts Gutes offenbar, wenn man den Berichten der Verbraucherschutzexpertin der Grünen, Ulrike Höfken, glauben mag.
Die Schulen kritisieren das anscheinend immer noch schlechte Ernährungsangebot in KiTas und Schulen.
Höfken berichtet über ein acht Monate altes Baby in einer KiTa, was mit Chicken Nuggets und Currywurst gefüttert wurde.
Das angebotene Essen in KiTas, Kindergärten und Schulen sei vielerorts eine Katastrophe, beschwert sich Ulrike Höfken, und vielfach gebe es gar kein Angebot für eine angemessene Verpflegung.

Warum ist qualitativ gutes Essen so ein Problem für Kitas und Schulen?

Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Ganztagsschulen stehen nun mal vor dem kniffeligen Problem, mit immer weniger Geldmitteln immer größere Gruppen und Klassen ordentlich zu verpflegen. Zudem dürfte es kein Geheimnis sein, dass die Personalstärke in solchen Erziehungseinrichtungen immer mehr zurückgefahren werden: es gibt immer weniger Pädagogen die für eine größere Anzahl von Kindern/Schülern verantwortlich sind.
Eigene Besuche in Kindergärten vor einigen Jahren haben im Gespräch mit den Erzieherinnen schon sehr beunruhigende Ergebnisse zutage gebracht. Die zweite Kraft in einer Kindergartengruppe werde oftmals von einer Azubi „ersetzt”. Was bedeutet, dass es schon ein Problem werden kann wenn zum Beispiel eine krank wird, Urlaub hat oder ähnliches. Da werden schon Toilettengänge zum Problem.
Wie soll man da noch die Zeit finden, für 20 bis 30 Kinder schnell aber gesund eine Mahlzeit zuzubereiten? Die Gelder sind knapp, man muss jeden Cent umdrehen und gut kalkulieren.

Wie kann man gesunde Ernährung den Schulen und KiTas näher bringen?

Es gibt von Bund und Land Fördermittel und Zuschüsse für Schulmilch und Schulobst. Nur nutzen viele Bundesländer diese Zuschüsse nicht oder nur unzureichend. Ziel muss es also sein, in Kampagnen und Aufklärungsarbeit vor Ort für qualitativ gutes Essen zu einem kostengünstigen Preis zu werben.
In Baden-Württemberg gibt es eine Initiative mit dem Namen „Bewusste Kinderernährung – BeKi”, die seit 27 Jahren versucht, einen neuen Umgang mit Essen und Trinken an Schulen, Kindergärten und Kindertagestätten zu vermitteln. Es gibt 8 Beki-Fachfrauen die vor Ort in den Einrichtungen informieren, Schüler, Erzieher, Lehrer, Eltern.
So eine Initiative müsste landesweit durchgeführt werden, das wäre wirklich begrüßenswert.
Dann würde man auch ein wenig sich dem Problem Diabetes und Fettleibigkeit stellen – die Anzahl der ernährungsbedingten Krankheiten nimmt immer mehr zu. Und die Erkrankten werden immer jünger!

Bild: © by Thommy Weiss / Pixelio

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