Frischer Schweiß stinkt nicht!

30. April 2010 von perfektman  
Kategorie Fitness

Das Thema „Schweiß“ und „schwitzen“ ist seit jeher ein eher ungeliebtes Thema in der Gesellschaft.
Man assoziiert damit automatisch Unbehagen, weil jeder nur an die sicherlich unangenehme Nebenwirkung des Schweißes denkt, nämlich der Geruch, der entsteht, wenn sich die im Schweiß befindlichen Fettsäuren durch Bakterien zersetzen und der ursprünglich geruchslose Schweiß plötzlich riecht.

Ein paar Fakten über Schweiß: er besteht zu 99% aus Wasser aus maximal 1% aus verschiedenen anorganischen Salzen (Natriumchlorid/Kochsalz, Ammoniak, Harnsalze, flüchtige Fettsäuren). Der Mensch hat im Schnitt ca. zwei Millionen Schweißdrüsen über den Körper verteilt, welche in bestimmten Regionen (Handflächen, Fußsohlen, Leistengegend, Achselhöhlen) vermehrt vorkommen. Frischer Schweiß ist erst mal völlig geruchlos, und dass wir schwitzen, ist völlig normal: schwitzen dient dem Körper, um eine konstante Körpertemperatur gewährleisten zu können. Wenn der Körper beispielsweise nach dem Sport sich erhitzt hat, steigt schon mal die Körperkerntemperatur auf über 40 Grad Celsius an. Um nun den Körper vor Überhitzung zu schützen, sondern die Schweißdrüsen das Schweißsekret ab. So entsteht eine größere Verdunstungsfläche, die dem Körper Wärme entzieht und so die erhöhte Körpertemperatur wieder senken kann.
Schwierig wird es bei Menschen, bei denen dieses Regulativ des Körpers ein wenig aus dem Normbereich fällt. Hyperhidrose heißt die Krankheit, wenn die Schweißzellen des Körpers eine nicht angemessene, krankhafte Menge von Schweiß absondern, die gar nicht benötigt wird zu dem Zeitpunkt.
Doch auch schon die normale Menge an Schweiß ist manchen Menschen unangenehm, ja peinlich. Schweißflecken an der Kleidung sind halt vor allen Dingen ein ästhetisches Problem in der Gesellschaft. Man fällt unangenehm auf, obwohl Schweiß und schwitzen an sich ja eine völlig normale Körperfunktion sind: jeder Körper verliert auch im Ruhezustand und ohne äußere Einwirkungen schon 100-200ml Schweiß pro Tag.
„Sichtbares“ schwitzen in Form von Schweißflecken und damit womöglich verbundenem Körpergeruch sind aber verpönt. Daher gibt es viele Produkte, die von der Industrie angeboten werden und gegen schwitzen helfen sollen: angefangen von Achselpads, die den Schweiß in der Achselhöhle absorbieren sollen bis hin zu diversen Deos und Antitranspirants, welche eine Schweißbildung verringern oder sogar ganz verhindern sollen.
Wer unter sogenanntem Nachtschweiß leidet, sollte zum einen überprüfen was für eine Bettdecke er hat. Möglicherweise ist schlicht die falsche Füllung in der Bettdecke. Daunen begünstigen eine vermehrte Schweißproduktion, daher sollten leichte schwitzende Menschen auf Daunendecken möglichst verzichten und auf atmungsaktivere Deckenfüllungen umsteigen. Nachtschweiß kann aber auch auf ernste Krankheitssymptome hindeuten, von daher sollte ein Gang zum Arzt des Vertrauens in Betracht gezogen werden. Weitere Möglichkeiten werden hier genannt.

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