Neuer Trend bei Schönheitsoperationen
28. Oktober 2009 von perfektman
Kategorie Schönheitsoperationen und Medien
“Wahnsinnig schön” heißt das neu Buch von fünf namhaften Expertinnen die über den neuen Trend zu Schönheitsoperationen diskutieren. Der Wunsch eigene oder vorgegebene Idealvorstellungen zu realisieren scheint der neue Trend zu sein der nun auch in Europa einzug erhalten hat. Täglich gehen immer mehr Menschen zum plastischen Chirurgen. Doch was treibt uns an? Wie definiert sich Schönheit? Wer bestimmt, was schön ist? Sieht operierte Schönheit überhaupt noch schön aus?
Schönheit unterliegt dem Zeitwandel
Der Begriff von Schönheit ist einem stetigen Wandel unterworfen, so hat jede Kultur und jede Zeit auf diese Frage eine andere Antwort.
erklärt Prim. Univ. Prof. Dr. Maria Deutinger, Vorstandsmitglied der Ö.Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie sowie Leiterin der Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie an der Rudolfstiftung Wien. Das Schönheit viele Gesichter hat ist sicherlicher bekannt. Schönheitsideale werden häufig von der oberen Gesellschaftsschicht oder vorallem den Medien diktiert. Ein regelrecht Druck lastet auf unserer Gesellschaft.
Vorbilder üben Macht aus
Der Einfluss der Medienwelt auf ein “normiertes, gesellschaftlich anerkanntes Aussehen” führt bei immer jüngeren Teenagern zum Wunsch nach Schönheitsoperationen als vermeintliche Lösung aller Probleme.
So bringen es aO Univ. Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger, Frauenbeauftragte der Stadt Wien und Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit und die stellvertretende Leiterin des Wiener Programms für Frauengesundheit, Mag. Michaela Langer, deutlich auf den Punkt.
So genannte Attraktivitätsforscher behaupten ja, dass schöne Menschen es leichter im Leben haben, was aus meiner Sicht auch stimmig ist. Ob sie nun beliebter sind und bessere Jobs bekommen stelle ich allerdings in Frage.
Eine weitere Autorin des Buchs Claudia Richter, Leiterin des Ressorts Gesundheit bei der renommierten Tageszeitung “die Presse”, sieht die Entwicklung der Schönheitsoperationen sehr kritisch.
Der Optimierungswahn hat einen Wertewandel hervorgebracht. Hülle herrscht über Herz und Hirn, außen hui, innen pfui. Dabei verhindert der ewige Kampf gegen den eigenen Körper unbeschwerte Lebensfreude. Und die ewig Schönen, die uns da ständig via Medien vermittelt werden, beeinflussen unsere körperliche Selbstwahrnehmung.
Schönheit macht süchtig
Wenn sich schon junge Frauen die Beine brechen lassen um zu wachsen oder sich Silikonimplantate einsetzen lassen an der Ferse, nicht in die Brust, sondern die Ferse (!), um dadurch ein angenehmeres Gefühl beim Tragen von hohen Stöckelschuhen zu haben, muss man sich doch fragen, in welchem Verhältnis stehen die Risiken einer Schönheitsoperation einem überzeugenden Ergebnis gegenüber? Wie steht es mit dem Gefühl der Menschen? Darf man überhaupt noch alt werden? Fragen die im Buch “Wahnsinnig schön” angesprochen werden.
Was mir so scheint, dass vielen Menschen ein ordentliches Selbstbewusstsein abhanden gekommen ist. Um dem Vorzubeugen ist es von Vorteil zu wissen, dass sich Selbstbewusstsein schon in der Kindheit bildet. Auch die Fragen woher wir unser Selbstbild beziehen und ob nur unser Körper uns ausmacht, werden im Buch thematisiert. Schönheit aus der entwicklungspsychologischen Sicht, aus der Sicht einer Gesundheitsjournalistin und aus der Sicht der Schönheitschirurgen garantieren eine sachliche Auseinandersetzung zum Thema Schönheit. Mit der beruhigenden Erkenntnis: Wir sind schön! Wahre Attraktivität gibt es eben doch nicht vom Chirurgen, sie steckt in jedem von uns.
Details zum Buch “Wahnsinnig schön”:
Hardcover, 288 Seiten
Maße: 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-901880-14-8
Preis: 19,30 EUR [D] 19,80 EUR [A]
Erhältlich im guten Buchhandlung, unter
http://www.goldegg-verlag.de oder verlag@goldegg-verlag.de (Ende)
Quelle: pressetext
Bild: © by ehuth/Pixelio
