Gesunde Ernährung und Bewegung – O.k statt K.o.
29. Mai 2009 von perfektman
Kategorie Gesundheit und Ernährung
Die Kampagne O.k. statt K.o. ist ein bundesweites Projekt für gesunde Ernährung und Bewegung für Jugendliche und Eltern.
Vordergründig werden Schüler und Schülerinnen im Alter von 11 bis 15 Jahren sowie deren Eltern angesprochen. Das Ziel der Aktion ist eine nachhaltige Wirkung für mehr ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung bei Jugendlichen zu schaffen.
In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit, mit Ministerin Ulla Schmidt an der Spitze und zwei weiteren prominenten Botschafterinnen, Dr. Christine Theiss, Kickbox Weltmeisterin und Ina Menzer, Box-Weltmeisterin im Federgewicht, machen sich Powerfrauen stark für die Jugendlichen.
Informationen für die Schulen
O.k. statt K.o verteilt kostenlose Unterrichtspakete mit Lehrermaterialien und zehn Kopiervorlagen. Die zur Verfügung gestellten Materialien zu den Themen gesunde Ernährung und Bewegung sind abwechslungsreich und jugendgerecht zusammengestellt und damit leicht in den Schulunterricht integrierbar. Da der Fokus dieser Aktion auf allgemeinbildenden Schulen mit einem hohen Anteil an Jugendlichen mit niedrigem Sozialstatus und Migrationshintergrund liegt, werden die zusätzlich entwickelten Elternmagazine nicht nur in deutscher Sprache herausgegeben, sondern auch in türkischer Sprache. Die Motivation für eine gesündere Lebensweise soll dadurch gestärkt werden.
Herzstück Wettbewerb
Wie bei so vielen Aktionen gibt es auch bei diesem Projekt einen großen Wettbewerb. Prämiert werden eigene Projekte bei denen Essen, Trinken und Bewegung im Mittelpunkt stehen. Auf die ideenreichsten Projekte warten Geldpreise und Sachgewinne. Der Einsendeschluss für die Ideen und Konzepte ist der 20. Juli 2009.
Gesundheitszustand der heutigen Generation
Erschreckend ist, dass schon 18,1 Prozent der Jungen und 16,4 Prozent der Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren übergewichtig oder fettleibig sind. Sogar jedes vierte Kind von Migranten ist übergewichtig. Was je nach Schulform variiert.
Die Kinder und Jugendlichen weisen meist ein falsches Ess- und Trinkverhalten auf. So verzerren sie heute mehr Süßigkeiten, fette Snacks und Fastfood als Brot und Getreideprodukte, Gemüse und Obst, Milchprodukte oder Fisch. Beim Trinken stehen zuckerhaltigen Softdrinks an oberster Stelle.
Es wäre vielleicht nicht alles so schlimm, wenn nicht auch noch Bewegung fehlen würde. 10,1 Prozent der Jungen und 21,5 Prozent der Mädchen gelten als inaktiv. Sie bewegen sich körperlich-sportlich weniger als einmal die Woche. Die meiste Freizeit wird am Computer/Internet, Spielkonsole oder Fernseher/Video verbracht. Daher resultieren auch die schlechten motorischen Fähigkeiten: einen Minute auf einem Bein stehen oder zwei Schritte auf einem Balken rückwärts gehen.
Aber auch das Gegenteil ist der Fall. Einfünftel der Kinder und Jugendlichen zeigen Anzeichen von Essstörungen. Betroffen sind Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien, die oft zu seelischen Problemen, Ängsten oder depressiven Verstimmungen neigen.
Viele Eltern bewerten die Fitness ihrer eigenen Kinder häufig besser als die Kinder selbst. Hinzu kommt aber auch die eigene Fettleibigkeit der Eltern. Sie können in diesem Bereich kein gutes Vorbild für ihre Kinder sein. Lediglich ein Drittel der Deutschen kennt die Bedeutung von „5 am Tag” richtig. Und nur 7,7 Prozent kann den persönlichen Energiebedarf richtig einschätzen. Alles erschreckende Fakten, die mit dieser Kampagne zu mehr Gesundheitsbewußtsein bei Eltern und Kinder anregen soll.
Weitere Information finden Sie unter www.okstattko.de
