Molliges Deutschland – Horrorzahlen aus dem statistischen Bundesamt

6. Juni 2006 von perfektman  
Kategorie Medien

Wer sich jeden Morgen in überfüllte U-Bahnen quetscht und mit Erschrecken feststellt, dass die Zahl der Pendler gleich bleibt, während das Platzangebot abnimmt, hat es schon längst geahnt: Die Deutschen werden immer dicker.
Der am heutigen Dienstag vorgestellte Bericht des Statistischen Bundesamtes legt den unerbittlichen Zahlenfinger auf die Speckrollen der Nation. Nach dem Body-Mass-Index waren im Jahr 2005 58 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen übergewichtig. Damit stieg der Anteil der übergewichtigen Frauen und Männer innerhalb von sechs Jahren um jeweils 2 Prozent. Als besondere Risikofaktoren haben die Datensammler vor allem zwei Faktoren eingekreist: Die Abkehr vom Glimmstängel und die Hinwendung zur institutionalisierten Monogamie. 71% der männlichen Ex-Raucher haben ihr neu gewonnenes Lungenvolumen gegen überzählige Pfunde eingetauscht, während nur 51% der aktiven Raucher übergewichtig sind. Auch die Raucherinnen sind mit 33% weniger häufig von Übergewicht betroffen, als Ex-Raucherinnen, von denen immerhin 43% als zu dick gelten.
Auch für Anhänger von Kinder-Küche-Kirche-Lebenskonzepten haben die Statistiker böse Nachrichten parat: Die Ehe und Ehefolgen sind Deutschlands Dickmacher Nummer Eins. Gut 67% der verheirateten Männer und 45% der verheirateten Frauen haben nach dem Bund fürs Leben Schwierigkeit mit dem Schließen ihrer Kleiderbünde. Nur der Tod des Ehemannes birgt für Frauen ein noch höheres Gewichtsrisiko: Mit 56% sind Witwen, die am häufigsten von Übergewicht betroffene Gruppe. Ledige Frauen bilden mit 23% das schlanke Schlusslicht.
Welche Schlussfolgerungen ergeben sich aus den Ergebnissen?
1. Wenn Sie Raucher sind, bleiben Sie es! Der Mobilitätszuwachs durch Erhöhung des Lungenvolumens und verbesserter Kardiowerte wird schnell durch Speckpolster negiert, die Sie schon bald mit sich herumschleppen werden.
2. Bleiben Sie ledig! Keine andere Bevölkerungsgruppe hat bessere Chancen schlanken Fußes durchs Leben zu gehen, als ungebundene Männer und Frauen.
3. Wenn Sie verheiratet und weiblich sind, dann achten Sie auf den Gesundheitszustand ihres Mannes. Schleppen Sie ihn auch mal gegen seinen Willen zur Vorsorgeuntersuchung. Ihre Figur wird es Ihnen danken.
4. Trauen Sie keiner Statistik, die Sie nicht eigenhändig gefälscht haben

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