Der Mythos Diät

mthyos-copyIn knapp zwei Monaten ist schon der kalendarische Sommeranfang. Damit beginnt für den ein oder anderen bestimmt auch die schönste Zeit des Jahres. Wobei wir schöne sommerliche Tage bereits jetzt schon hatten, wo T-Shirt und kurze Hose bzw. Rock angesagt waren. Doch was ist mit der Figur? Ist sie auch schon in Form gebracht worden? Oder hat Mann/Frau ein großes Selbstbewusstsein und steht zu seinen Röllchen?

Die all jährliche Diätmaßnahme hat bestimmt schon längst bei vielen Einzug erhalten! Sei es die gute alte Brigitte-Diät oder die Atkinson-Diät oder Kohlsuppen-Diät oder Low-fat-Diät oder oder die … -Diät. Die Liste könnte ich jetzt bis ins unendliche weiterführen. Doch mir erscheint es am Wichtigsten bei einer Diät, dass damit auch Mythen verbunden sind, die vielleicht nicht jeder kennt, der sie aber kennen lernen sollte, um bei seinem Vorhaben, Diät zu halten, nicht enttäuscht zu werden. Denn Frust, führt häufig dazu die Befriedigung in Schokolade oder anderen Süßigkeiten zu suchen und das ist ja gerade der falsche Weg, wenn man sich ein Ziel gesetzt hat, der Figur zur Liebe oder einem selbst.

Mythos Nummer 1: Hungern um schlank zu werden

Diese verbreitete These ist falsch! Ohne Energie keine Leistung. Oder fährt ein Auto etwa ohne Benzin? Der Körper braucht Nährstoffe um zu funktionieren. Bekommt er keine Energie, wird das aufgenommene Fett vom Körper nicht verwertet und dafür gelagert für “harte” Zeiten. Genuss ist auch während einer Diät wichtig. Verbietet man sich geliebte Nahrungsmittel, dann kommt spätestens in zwei Wochen der Heißhunger und man fällt wieder zurück in alte Gewohnheiten. Auf die Dauer sicherlich nicht gesund und eher deprimierend wenn man nachher mehr drauf hat als vor einer Diät.

Kleiner Tipp: Kleine Zwischendurchmahlzeiten halten den Blutzuckerspiegel auf gleichem Niveau und beugen so gegen Heißhungerattacken vor. Gemüse mit selbstgemachtem Kräuterquark oder auch Obst sind gute Tipps.

Mythos Nummer 2: Light Produkte gleich Zuckerfrei und Fettfrei

Auch diese These ist falsch! Light ist nicht unbedingt Light. So kann die Bezeichnung Light auch für wenig Salz oder wenig Alkohol stehen. Daher sollte man beim Einkaufen immer einen Blick auf die Zutatenliste des Produkts werfen. Nur so kann man sicher gehen worauf sich die Angabe “Light” bezieht. Generell regen die künstlichen Süßstoffe von Light-Produkten den Appetit noch eher an und kaum hat man sich versehen, hat man auch schon die doppelte oder gar dreifache Menge zu sich genommen. Dann kann man auch gleich die “normalen” Produkte kaufen.

Kleiner Tipp: Obstsäfte oder Früchte einfach unter Joghurt oder Quark mischen, dass verleiht der Speise auch eine gewisse Süße und ist gleichzeitig kalorienarm.

Mythos Nummer 3: Abendessen weglassen

Tja, diese Weisheit ist wohl doch keine Weisheit, denn sie ist falsch! Ausschlaggebend ist immer die Gesamtkalorienzahl des ganzen Tages. Daher ist es unsinnig bei Mahlzeiten zuzuschlagen und eine auszulassen. Für eine gute Verdauung ist es wichtig zwei Stunden vor dem Schlafen gehen nichts mehr zu essen. Ein voller Magen schläft nicht gut.

Kleiner Tipp: Eine gute Planung ist die halbe Miete. Eine leichte Kost am Abend und der Magen wird es euch danken, vorausgesetzt man hat den Rest des Tages ausgewogen gegessen.

Mythos Nummer 4: Schnaps zur Verdauung

Leider auch ein Irrtum. Die Wirkung von Schnaps ist alles andere als förderlich. Zudem hat er noch viele überflüssige Kalorien und die Verdauung wird dadurch auch nicht angeregt. Früher war man ja der Ansicht, dass Kaffee zu Wasserverlust führt. Doch heute revidieren Mediziner diese These und man kann ruhig eine Tasse Kaffe oder auch Espresso, je nach Vorliebe, zur besseren Verdauung trinken.

Kleiner Tipp: Richtig fetthaltige Produkte vermeiden, die zerstören sowieso nur den Diätplan und schon bleiben auch Völlegefühl etc. aus.


Mythos Nummer 5: Schlank durch Heilfasten

Heilfasten ist bestimmt eine gute Sache, um den Körper mal zu entschlacken, aber zum richtigen Abnehmen und langfristigem halten des Gewichts, ist diese Methode wohl eher weniger gedacht! Beim Heilfasten baut der Körper zunächst Mal Muskeln ab und nicht das “störende” Fett. Beginnt man das Essen nach einer Heilfastenaktion wieder normal, dann tritt der gefürchtete Jo-Jo-Effekt ein und schon macht sich Frust breit. Anmerkung: Heilfasten sollte man immer nur unter fachlicher Beratung durchführen. Im Hinterkopf sollte man haben, dass Heilfasten nicht fürs Abnehmen ist, sondern um in Balance mit seinem seelischen Wohlbefinden zu kommen.

Kleiner Tipp: Wähle eine Diät, die du auch dein Lebenlang durchhälst! Langfristig gesehen ist dies nur mit einer kompletten Ernährungsumstellung zu erreichen, in Verbindung mit Sport.

Quelle: hr online
Bild: © by woodsy / www.sxc.hu

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