Bewertung der Ernährung an Schulen
21. Januar 2010 von perfektman
Kategorie Gesundheit und Ernährung, Kinderernährung
Erst kürzlich haben unsere Kinder das Angebot des Schulessens bewertet und bescheinigen den Schulen nur eine durchschnittliche Note (2,9). Im Vergleich zur Studie von vor fünf Jahren ist dies ein Rückgang um eine halbe Note. Woran liegt diese schlechtere Bewertung? Liegt die Ursache im Angebot?
Das Ergebniss der Umfrage zeigt, dass sich die Schüler mehr Abwechslung und mehr Auswahl wünschen. Der Wert auf einer gesunden Ernährung ist dabei nebensächlich. Pasta und Fleisch dominieren die Rangliste der Lieblingsgerichte der SchülerInnen. Dicht gefolgt von Kartoffelmahlzeiten und Knödel. Frei nach dem Spruch “Das Auge isst mit”, handeln auch die SchülerInnen und wählen ihre Mahlzeit auch nach Aussehen, Geruch und Geschmack aus.
Deftige Hausmannskost wird dem frischen Salat-, Obst- und Fischangebot bevorzugt. Kein Wunder, wenn die SchülerInnen nach der üppigen Mahlzeit in ein Mittagstief verfallen und die Lust für den Nachmittagsunterricht minütlich sinkt. Eine verpasste Chance die Jugendlichen auf eine gesunde Ernährung umzustimmen?! Immerhin bringen 15 Prozent der Jugendlichen viel zu viel auf die Waage. Sechs Prozent leiden schon an krankhafter Fettleibigkeit! Aber auch das krasse Gegenteil, an einer Essstörung zu leiden, nimmt stetig zu. Ein knappes Drittel der 11- bis 17-jährigen Mädchen weisen diese Auffälligkeiten auf. Bei den Jungen sind es obschon 15 Prozent.
Eine eindeutige Ursache zu finden ist sicherlich nicht ganz einfach. Mitverantwortlich sind aus meiner Sicht die Eltern, denn so wie die Eltern sind (Essgewohnheiten, Manieren, Sprachgebrauch, Sport, etc.), sind auch die eigenen Kinder. Werden zu Hause nur Fertiggerichte serviert, dann lernen Kinder gar nicht erst den richtigen Geschmack von frisch zubereiteten Gerichten kennen, sondern kennen nur industriellen, vorgegaukelten Geschmack. Dass die jeden Tag verzehrten Fertiggerichte auf die Dauer ansetzen, wenn kein sportliche Aktivität hinzukommt ist nur logisch. Die Schulen sind aber auch nicht ganz unschuldslos. In den letzten Jahren, haben sich die Unterrichtszeiten immer weiter ausgedehnt und sind heute in vielen Bundesländern zu Ganztagsschulen geworden. So sind die SchülerInnen von morgens 8 Uhr bis nachmittags 16 Uhr aus dem Haus. Ohne Energie zwischendurch geht nichts. Die Option der Mensa gar nicht mal so schlecht. Berufstätige Eltern begrüßen das Angebot auch und bezeichnen es als Entlastung. Auf Qualität kommt es ihnen dabei aber nicht an. Das sollte es aber. Früher, wo die Kinder um spätestens 14 Uhr daheim waren, gab es das von Mutter selbstgekochte Essen für die ganze Familie. Selber Kochen ist auch ein Thema, was heute nicht mehr “in” zu sein scheint. Oft beherrschen die Mütter schon gar nicht mehr das Kochen. Grund ist vermutlich das eigene Alter der Mutter, was immer jünger in unserer Gesellschaft wird. Da bleibt dann keine Zeit um noch so etwas zu lernen…
Irgendwo beißt sich die Katze da in den Schwanz. Die Schuld will keiner haben, warum die Kinder immer mehr verfetten! Und selbst was dagegen tun ist ja viel zu aufwändig. Entweder müssen wir mit den Konsequenzen leben, die sich auch auf uns Eltern auswirken wird oder wir beginnen selber damit.
Bild: © Dieter Schütz/Pixelio
Die Top zehn Zuckersünden für Kinder
10. Dezember 2009 von perfektman
Kategorie Gesundheit und Ernährung, Kinderernährung
Zucker gehört zu den Genussmitteln in der Ernährung und ist kaum noch wegzudenken. Zumindest bei vielen Mitbürgern. Es beginnt morgens beim Frühstück, wenn wir unseren Kaffee trinken und dazu ein Marmeladenbrötchen essen, als Zwischenmahlzeit vielleicht einen Joghurt oder Schokoladenriegel zu uns nehmen, beim Mittagessen neben der Mahlzeit eine Cola trinken, am Nachmittag ein Stück Kuchen, Eis oder Kekse, zu Abend Pommes und Burger mit Fanta und als Fernseh Snack Schokolade oder Chips. Überall ist Zucker enthalten, der auf die Dauer krank machen kann.
Um Eltern zu verdeutlichen was Kinder an Zucker zu sich nehmen, wenn sie Kinder Pingui, Kinder Maxi King oder den leckeren Kinder Choco Fresh essen, haben wir hier mal eine Liste der Top 10 Zuckersünde aufgelistet.
Die Top 10 Zuckersünden für Kinder
Auf dem 10. Platz tümmelt sich von Zott der Monte Drink. Inhalt pro Packung ist 200ml. Laut der Studie von der Verbraucherorganisation Foodwatch kommen auf diese Menge 12,7 Prozent Zucker, was acht Stück entspricht.
Es wird angemerkt, dass es sich hier erst um das Ende der Top zehn Platzierung handelt! So erhalten die Fruchtzwerge (Standard) von Danone den neuten Platz. Mit 12,8 Prozent auf nur 50 Gramm Inhalt ist es doch nicht so wenig wie gedacht. Früher soll sogar noch mehr Zucker enthalten gewesen sein. In der Werbung werden die Fruchtzwerge mit einem kleinen Steak verglichen die gleich wertvoll sein sollen. Die Menge entspricht etwa sechs einhalb Stück Zucker.
Den Platz sieben teilen sich zwei Produkte. Zum einen Dr. Oetker mit der Paula und zum anderen die Monsterbacke Fruchtquark zum Quetschen in der Geschmacksrichtung Aprikose. Pro 100 Gramm sind es hier 13 Gramm Zucker!
Der Kinderquark von Bauer platziert sich auf dem sechsten Rang. Dabei hat der kleine Becher (50 Gramm) satte 13,2 Prozent Zucker. Dank der passenden Werbung von Bugs Bunny, Duffy Duck und Co. wird der Quark bei unseren Kindern beliebt gemacht. Leider sehr schlecht für unsere lieben Kleinen.
Wir nähern uns der Mitte. Platz fünf geht an die Bärenmarke mit dem Schüttelshake Joghurt-Erdbeere. Gesund ist was anders, so die Verbraucherorganisation. Hier liegt der Zuckeranteil bei fast 15 Prozent! Im Vergleich zu Coca Cola sogar deutlich süßer.
So, die letzten Top Platzierungen gehen eindeutig an Ferrero. Auf dem vierten Rang steht die “gute” Milchschnitte. Sie hat fast doppelt so viel Zucker wie der Schüttelshake von der Bärenmarke. Aufgrund des hohen Zuckergehalts kann sie auch mit einer Schokoladen-Sahne-Torte verglichen werden, was nicht als Zwischenmahlzeit für Kinder empfohlen werden sollte.
Die Silbermedaille, wenn man von Medaille überhaupt sprechen sollte, wohl eher nicht, bekommt der Kinder Pingui, mit "frischer Vollmilch". Das in dem 30 Gramm Stück 33,1 Prozent Zucker steckt ist schon sehr beachtlich und in meinen Augen nicht sehr empfehlenswert. Es kommt noch schlimmer. Der Kinder Maxi King vereint pro Stück (35 Gramm) vier Stück Würfelzucker und ganz oben auf der Negativ-Liste steht der Kinder Choco Fresh. Die größte Zuckerbombe aus dem Kühlregal, laut Verbraucherorganisation. Damit erreicht der Riegel knapp 40 Prozent Zucker! Vier Mal mehr als Coca Cola. Ferrero dementiert und hält Foodwatch vor, dass sie unsachlich argumentieren. Cola sei ein Getränk, was automatisch zu über 90 Prozent aus Wasser bestehe.
Nichtsdestotrotz sollten Eltern, meiner Meinung nach wissen was sie da ihren lieben Kleinen geben. Wohin eine ständige erhöhte Kalorienzufuhr führen kann ist sicherlich bekannt. Und gerade im Kleinkindalter sollte viel Wert auf die richtige Ernährung gelegt werden. Schließlich haben die Kleinen im Normalfall noch einen langen Lebensweg vor sich, der nicht aufgrund falscher Ernährung verkürzt werden sollte! Welche Eltern wollen das schon? Tipps und Hilfe über Ernährung kann bei diversen Ernährungs-Ratgebern bekommen werden.
Quelle: stern
Bild: Veit Kern/Pixelio
Wenn Kinder zu viel essen
25. Mai 2006 von perfektman
Kategorie Gesundheit und Ernährung, Kinderernährung
Chips, Cola, das stundenlanges Ausharren vor Bildschirmen – das alles trägt dazu bei, dass Kinder dick sein können. Oftmals nehmen sie diesen Babyspeck mit in ihr späteres Erwachsenenleben. Und deshalb ist es wichtig, auch schon in jungen Jahren auf ausgewogene Ernährung und viel Bewegung zu achten. Das bedeutet nicht, schon Kinder unter Druck zu setzen, um bestimmten Schlankeitsidealen zu entsprechen, aber ab und zu eine Orange oder ein Schluck Saftschorle anstatt Schokoriegel, kann nicht schaden. Die richtig Dicken auf dem Schulhof sind, anders als es Medien zeigen, auch heute noch eher selten . Das Problem Übergewicht betrifft meist nur bestimmte Teile der Bevölkerung. Zu dick sind häufig Kinder aus Migrantenfamilien, aus Schichten mit weniger Bildung und weniger Geld. Keine Fettsucht greift auf Deutschlands Spielplätzen wahllos um sich, sondern immer mehr bestimmen sozialer Hintergrund Figur und Gesundheit.
Dabei sind nicht unbedingt Tennisunterricht oder Reitstunden erforderlich, um fit und gesund zu sein. Örtliche Sportvereine bieten mittlerweile ein sehr umfangreiches Programm an und sind für Kinder gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Das Einkaufen und Zubereiten von frischen Speisen braucht etwas mehr Zeit, als die Tiefkühlpizza, aber die ganze Familie profitiert davon. Es ist besser, wenn alle gemeinsam zur selben Zeit, soweit möglich, am Tisch sitzen und es sich schmecken lassen. Dabei sollte kein Fernseher laufen und das Mickey-Maus-Heft darf auch nicht mit an den Tisch. Wer sich feste Regeln setzt, hat sein Gewicht eher unter Kontrolle. Ob ein Mädchen oder ein Junge tatsächlich Übergewicht hat, sollte ein Arzt oder eine Ärztin klären. Bei diesen können Eltern sich dann auch Rat zu eventueller Gewichtabnahme holen. Und wie schon gesagt – Kinder sind sehr verschieden und deshalb müssen sie nicht alle gleich dünn sein. Wichtig ist, dass sie sich in ihrer Haut wohl fühlen können.
Bild: © by CB / Pixelio
Der Jojo-Killer
4. März 2006 von perfektman
Kategorie Diäten, Gesundheit und Ernährung, Kinderernährung
Trotz Käsekuchen habe ich ein Kilo abgenommen. Weshalb, kann ich nicht erklären. Vielleicht hat allein der Gedanke an eine Diät mich dünner gemacht. Nun kann ich bei einem Kilo noch nicht von Gewichtsschwankungensprechen. Trotzdem wäre es schön, wenn dieses eine Kilo Fett nicht wieder auf meinen Bauch oder meine Häften zurückkehren würde. Ich
fürchte mich vor dem Diätenkiller schlechthin: dem Jojo-Effekt. Wer nach der mühseligen Hungerkur endlich sein Traumgewicht hat, will sich natürlich für das Erreichte belohnen. Käsekuchen, Schokolade und Gummibärchen haben schon in der Vergangenheit als Belohnung gedient. Warum sollten sie das jetzt nicht weiterhin tun? Und schon schnappt die Falle zu. Denn nur wer seine Essgewohnheiten lebenslang verändert, darf die Traumfigur auch nach der Diät behalten. Das bedeutet, nie wieder so wie vor der Diät schlemmen zu können. Eine Freundin meiner Schwester hat die Glanzleistung vollbracht, bei einer Größe von etwa 1,65 Metern, ihr Gewicht von 100 auf 50 Kilo zu halbieren. Heute belohnt sie sich mit schicker Kleidung. Ihr Speisezettel sieht ähnlich aus, wie schon während der Diät: Viel Obst und Gemüse. Übrigens
hat sie sich mit dem Abnehmen zwei Jahre Zeit gelassen. Auch dies spielt eine Rolle, will man nicht Opfer des Jojo-Effekts werden. Bei Crashdiäten geht`s meist so schnell, dass der Körper vor allem Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine abbaut. Bekommt er nach der Diät endlich wieder etwas zu essen, legt der Körper nach den schlechten Erfahrungen schnell ein paar Reserven mehr an. Einzige Möglichkeit dem Jojo-Effekt zu entgehen, besteht darin, seine Ernährung dauerhaft auf gesundere Kost umzustellen. Außerdem kann Sport dabei helfen, die Fettrollen in Muskeln zu verwandeln. Die Bewegung regt die Verbrennung von Kalorien an. Denn Mangelernährung während der Diät führt oft dazu, dass der Köper mit seinen Reserven vorsichtig haushaltet und den Grundumsatz senkt.
