David Kirsch – vom Anwalt zum Fitnesstrainer der Promis

11. Mai 2009 von perfektman  
Kategorie Diäten, Gesundheit und Ernährung

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Wahrscheinlich spaltet der Mann die Fitnessnation. David Kirsch ist der durchtrainierte Fitnesscoach von Heidi Klum, Liv Tyler, Linda Evangelista und vielen weiteren Promis und Models. Wer sichs leisten kann, engagiert den Fitness-Guru. Heidi Klum hat es nach ihrem 3. Kind geschafft, mit Davids Hilfe wieder einen superflachen Bauch und ihre Modelfigur zurück zu bekommen.
Gut, wer täglich dafür sich intensiv Zeit nehmen kann und wer seinen Körper braucht, um wieder fit zu werden für den Beruf, der investiert halt in seine Fitness dementsprechend.

Trotzdem hört und liest man auch hier und da negative Stimmen zu David Kirschs Vorstellung von Fitness, Gewichtsreduzierung und gleichzeitiger gesunder Ernährung.

Was genau ist die David Kirsch-Methode?

Im Prinzip propagiert er eine noch etwas strengere Form der Low Carb Methode, kombiniert mit einem strengen Fitnessprogramm. Was etlichen halt etwas sauer aufstößt ist der Anspruch eines ernorm großen Gewichtsverlustes innerhalb der ersten Phase der New York Diät, so nennt sich David Kirschs Methode.
New York ist schnell, laut, hektisch. Die Menschen in dieser Stadt haben nicht viele Zeit. Auch nicht um sich um ihre Fitness oder Gesundheit zu kümmern. Und genau darum geht es: ein schnelles, effektives und motivierendes Programm zur Gewichtsreduktion und maximaler körperlicher Fitness. Daher der Name New York Diät.

Wie funktioniert die New York Diät?

Im Prinzip ist „The New York Body Plan” von David Kirsch in 3 Phasen aufgeteilt:
Phase 1 (14 Tage lang):
Vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate. David setzt auf eine sehr eiweißreiche Ernährung. Zum Frühstück gibt es einen Eiweiß-Shake, die Zwischenmahlzeiten bestehen beispielsweise aus Energie liefernden Mandeln. Verzichtet wird in dieser Phase komplett auf Obst, Milchprodukte, Brot, Süßes und Fett.
Stattdessen ernährt man sich ausschliesslich von Salat, Geflügel, dem Eiweiß aus Hühnereiern, Fisch. Es geht laut Kirsch ausdrücklich um einen schnellen, sichtbaren Erfolg in dieser Phase: „Die Wahrheit ist, dass alle Menschen – egal ob Celebrity oder nicht – Ergebnisse sehen wollen. Sie wollen sich glücklich fühlen und glücklich aussehen – und sie wollen inspiriert werden. Das, was ich mit meinen Klienten tue, lässt sich in etwa damit vergleichen, einem Pferd eine Karotte vor die Nase zu halten, damit es schneller läuft. Mit der richtigen Motivationsstrategie fällt alles leichter.” (Interview auf www.fem.com)
Phase 2 (ebenfalls 14 Tage lang):
Nach einer erfolgreichen ersten Phase, in der man ca. 7 kg abnimmt laut Kirsch und etliche cm Bauchumfang verliert, folgen die nächsten 14 Tage mit einer etwas gemäßigteren Diätvorgabe. Nun dürfen akzentuiert und nach Maß Kohlenhydrate, Kaffee und Milchprodukten dem Speiseplan der ersten Phase hinzugefügt werden. Sie ist so eine Art Übergang zur dritten Phase, die, wenn es nach David Kirsch geht, ein Leben lang anhalten sollte.
Phase 3 (mindestens 4 Wochen, idealerweise lebenslang):
Die in Phase eins gestrichenen Lebensmittel können nun in Maßen wieder mit einbezogen werden in den täglichen Speiseplan. Davids Ernährungsprinzip beruht auf einer kohlenhydratarmen, aber seiner Ansicht nach ausgewogenen Ernährung, Es stehen weiterhin wertvolle Meerestiere und Fisch, aber auch Nudeln, Geflügel und alle anderen Produktgruppen aus Phase eins im Vordergrund.

Das von David Kirsch entwickelte Körpertrainingsprogramm ist wesentlicher Erfolgsbestandteil von der New York Diät, und das ist eindeutig dieser Methode positiv anzulasten: Fitnesstraining spielt hier keine untergeordnete oder nebensächliche Rolle, sondern ist einer der Hauptpunkte bei David Kirsch.
Nachteile bzw. negative Reaktionen bekommt Kirschs New York Diät in Bezug auf den (zu) schnellen Gewichtsverlust in Phase eins. Auch wird kritisiert, dass Kirsch auf tägliches, intensives Fitnesstraining setzt und dem Körper so keine benötigten Ruhephasen gönnt.

Die Bewertungen auf Amazon zu seinen Büchern lesen sich übrigens sehr interessant: entweder sind die Rezensenten wirklich begeistert und sprechen großes Lob aus, oder aber sie sind enttäuscht und werfen David Kirsch lediglich medienwirksame Vermarktung seiner selbst und seiner Produkte vor und unterstellen ihm Mittelmäßigkeit.

Ich glaube ich muss das mal ausprobieren. Weil neugierig gemacht hat mich seine Methode schon. Natürlich hat er nicht das (Ernährungs-)Rad neu erfunden, das erkennt wohl jeder. Dennoch scheint seine Methode gerade in den ersten Wochen sehr auf psychologische Erfolgserlebnisse zu basieren. Möglicherweise ein Grund, weshalb die Methode durchaus etliche Befürworter hat.
Gibt es hier Erfahrungsberichte und Meinungen zu seiner Methode? Das würde mich mal interessieren.

Fettkiller Eiweiß!

eiweissEs gibt ja wirklich einige Mythen über diverse Diäten und Ernährungsweisen.
Was aber definitiv feststeht, ist die Empfehlung, Eiweiß zu konsumieren. Mittlerweile, muss man sagen. Denn vor einigen Jahren war speziell das Hühnerei noch als Cholesterinbombe verschrien, was aber mittlerweile durch etliche Studien widerlegt werden konnte.
Stattdessen werden die positiven Eigenschaften des Eies und anderer Eiweißlieferanten immer deutlicher.
Denn im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fetten werden Proteine, wie sie in der Fachwelt genant werden, nicht direkt in unseren Fettzellen als Depots gespeichert.
Eiweiß, welches in großen und gesunden Mengen in Lebensmitteln wie Putenbrust, Hühner-Eiern, Sprossen& Keimen, Tofu und Fisch und vielem mehr vorkommt, hat drei ganz große Vorteile gegenüber Kohlehydratbomben wie Pizza, Pasta & Co.:

Eiweiß ist kalorienarm

Genau wie Kohlehydrate liefert Eiweiß ungefähr 4 Kalorien pro Gramm. Aber Eiweiß hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Nährstoffen: Die Aminosäuren in ihm werden als Bausubstanz für Haut, Haare, Enzyme, Muskelgewebe, Körperzellen, Hormone gebraucht. Überschüssiges Eiweiß wird nicht eingelagert oder gespeichert sondern wird zur Wärmebildung weitergenutzt.

Eiweiß macht satt

Schon mal zwei gekochte Eier morgens zum Frühstück gegessen?
Die Diogenes Studie beweist: Eiweiß ist ein Sattmacher! Weil sie langsamer verdaut werden und damit das Sättigungsgefühl länger anhält. Und somit der Magen dem Hirn die gesamte Verdauungszeit über ein Sättigungssignal sendet.

Eiweiß als Fettkiller

Die Sache mit dem Insulinspiegel und der Insulinproduktion nach der Nahrungsaufnahme dürfte ja zwischenzeitlich sich rumgesprochen haben, nicht wahr?
Viele Kohlenhydrate, wie sie in Brot, Pasta oder Reis vorkommen, lassen den Insulinspiegel ansteigen und fördern damit die Fetteinlagerung. Also wenn man schon Kohlenhydrate zu sich nimmt, dann am besten Vollkornprodukte und tagsüber. Damit der Körper die Chance noch bekommt, sie zu verbrennen, zum Beispiel beim Sport. Abends sollten Mahlzeiten bevorzugt aus sehr eiweißreichen Nährstoffen bestehen, wie sie in Hülsenfrüchten, magerem Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten sowie fettarmen Milchprodukten wie Quark und Joghurt vorkommen.

Insgesamt gilt: wer sich an obige Ratschläge hält, dazu Sport regelmäßig treibt und nicht mehr all zu spät zu Abend isst, hat schon mal alle wichtigen Hauptpunkte für eine gesunde Ernährung erfüllt. Dann ist das Traum-Gewicht sicherlich auch zu erreichen!

Bild: © by Claudia Hautumm / Pixelio

Der Mythos Diät

mthyos-copyIn knapp zwei Monaten ist schon der kalendarische Sommeranfang. Damit beginnt für den ein oder anderen bestimmt auch die schönste Zeit des Jahres. Wobei wir schöne sommerliche Tage bereits jetzt schon hatten, wo T-Shirt und kurze Hose bzw. Rock angesagt waren. Doch was ist mit der Figur? Ist sie auch schon in Form gebracht worden? Oder hat Mann/Frau ein großes Selbstbewusstsein und steht zu seinen Röllchen?

Die all jährliche Diätmaßnahme hat bestimmt schon längst bei vielen Einzug erhalten! Sei es die gute alte Brigitte-Diät oder die Atkinson-Diät oder Kohlsuppen-Diät oder Low-fat-Diät oder oder die … -Diät. Die Liste könnte ich jetzt bis ins unendliche weiterführen. Doch mir erscheint es am Wichtigsten bei einer Diät, dass damit auch Mythen verbunden sind, die vielleicht nicht jeder kennt, der sie aber kennen lernen sollte, um bei seinem Vorhaben, Diät zu halten, nicht enttäuscht zu werden. Denn Frust, führt häufig dazu die Befriedigung in Schokolade oder anderen Süßigkeiten zu suchen und das ist ja gerade der falsche Weg, wenn man sich ein Ziel gesetzt hat, der Figur zur Liebe oder einem selbst.

Mythos Nummer 1: Hungern um schlank zu werden

Diese verbreitete These ist falsch! Ohne Energie keine Leistung. Oder fährt ein Auto etwa ohne Benzin? Der Körper braucht Nährstoffe um zu funktionieren. Bekommt er keine Energie, wird das aufgenommene Fett vom Körper nicht verwertet und dafür gelagert für “harte” Zeiten. Genuss ist auch während einer Diät wichtig. Verbietet man sich geliebte Nahrungsmittel, dann kommt spätestens in zwei Wochen der Heißhunger und man fällt wieder zurück in alte Gewohnheiten. Auf die Dauer sicherlich nicht gesund und eher deprimierend wenn man nachher mehr drauf hat als vor einer Diät.

Kleiner Tipp: Kleine Zwischendurchmahlzeiten halten den Blutzuckerspiegel auf gleichem Niveau und beugen so gegen Heißhungerattacken vor. Gemüse mit selbstgemachtem Kräuterquark oder auch Obst sind gute Tipps.

Mythos Nummer 2: Light Produkte gleich Zuckerfrei und Fettfrei

Auch diese These ist falsch! Light ist nicht unbedingt Light. So kann die Bezeichnung Light auch für wenig Salz oder wenig Alkohol stehen. Daher sollte man beim Einkaufen immer einen Blick auf die Zutatenliste des Produkts werfen. Nur so kann man sicher gehen worauf sich die Angabe “Light” bezieht. Generell regen die künstlichen Süßstoffe von Light-Produkten den Appetit noch eher an und kaum hat man sich versehen, hat man auch schon die doppelte oder gar dreifache Menge zu sich genommen. Dann kann man auch gleich die “normalen” Produkte kaufen.

Kleiner Tipp: Obstsäfte oder Früchte einfach unter Joghurt oder Quark mischen, dass verleiht der Speise auch eine gewisse Süße und ist gleichzeitig kalorienarm.

Mythos Nummer 3: Abendessen weglassen

Tja, diese Weisheit ist wohl doch keine Weisheit, denn sie ist falsch! Ausschlaggebend ist immer die Gesamtkalorienzahl des ganzen Tages. Daher ist es unsinnig bei Mahlzeiten zuzuschlagen und eine auszulassen. Für eine gute Verdauung ist es wichtig zwei Stunden vor dem Schlafen gehen nichts mehr zu essen. Ein voller Magen schläft nicht gut.

Kleiner Tipp: Eine gute Planung ist die halbe Miete. Eine leichte Kost am Abend und der Magen wird es euch danken, vorausgesetzt man hat den Rest des Tages ausgewogen gegessen.

Mythos Nummer 4: Schnaps zur Verdauung

Leider auch ein Irrtum. Die Wirkung von Schnaps ist alles andere als förderlich. Zudem hat er noch viele überflüssige Kalorien und die Verdauung wird dadurch auch nicht angeregt. Früher war man ja der Ansicht, dass Kaffee zu Wasserverlust führt. Doch heute revidieren Mediziner diese These und man kann ruhig eine Tasse Kaffe oder auch Espresso, je nach Vorliebe, zur besseren Verdauung trinken.

Kleiner Tipp: Richtig fetthaltige Produkte vermeiden, die zerstören sowieso nur den Diätplan und schon bleiben auch Völlegefühl etc. aus.


Mythos Nummer 5: Schlank durch Heilfasten

Heilfasten ist bestimmt eine gute Sache, um den Körper mal zu entschlacken, aber zum richtigen Abnehmen und langfristigem halten des Gewichts, ist diese Methode wohl eher weniger gedacht! Beim Heilfasten baut der Körper zunächst Mal Muskeln ab und nicht das “störende” Fett. Beginnt man das Essen nach einer Heilfastenaktion wieder normal, dann tritt der gefürchtete Jo-Jo-Effekt ein und schon macht sich Frust breit. Anmerkung: Heilfasten sollte man immer nur unter fachlicher Beratung durchführen. Im Hinterkopf sollte man haben, dass Heilfasten nicht fürs Abnehmen ist, sondern um in Balance mit seinem seelischen Wohlbefinden zu kommen.

Kleiner Tipp: Wähle eine Diät, die du auch dein Lebenlang durchhälst! Langfristig gesehen ist dies nur mit einer kompletten Ernährungsumstellung zu erreichen, in Verbindung mit Sport.

Quelle: hr online
Bild: © by woodsy / www.sxc.hu

Wohlgefühl Ayurveda

Unter den asiatischen Heilverfahren erlebt besonders Ayurveda zur Zeit einen Boom. In Deutschland haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Ayurveda-Praxen eröffnet, es gibt Bücher zu diesem Thema, Reiseunternehmen bieten Trips in Ayurveda-Hotels und – was für uns von besonderem Interesse ist – es gibt Ayurveda-Diäten. Dabei ist längst nicht alles tatsächlich Ayurveda, was in Deutschland unter diesem Namen angeboten wird und nicht alle Bereiche des Ayurveda tun uns gut. Zunächst ist Ayurveda ein Gesundheitskonzept, das sinnvoll unser westliches System ergänzen kann. Schön ist, dass diese Methode einen ganzheitlichen Anspruch stellt. Das heißt, mentale Aspekte werden mit einbezogen. Nur ein Mensch, der sich rundum wohl fühlt und entspannt ist, kann glücklich sein. Deshalb sind besonders ayurvedische Massagen, Bäder und Ernährung beliebt.
Die indische Heilkunst Ayurveda blickt auf eine weit in die Vergangenheit reichende Tradition zurück. Die Lehre beruht darauf, dass jedes Wesen aus drei Eelementen besteht: Vata, was für Wind und Luft steht, Pitta für Feuer und Wasser und Kapha, für Erde und Wasser. Ziel des Ayurveda ist es, zu erkennen, in welchem Verhältnis zueinander die Elemente bei einem Menschen vorherrschen und danach seine Ernährung auszurichten. Die westliche Medizin hat sich von der Einteilung des Menschen in verschiedene Typen zu recht völlig distanziert. Doch die ayurvedische Ernährung ist durchaus sinnvoll. Sie besteht aus einer Kombination von pflanzlicher Kost mit Milch und Milchprodukten. Sobald die ersten Pfunde purzeln, gibt es nichts Schöneres, als sich mit einer ayurveda Massage zu belohnen. Kombiniert mit einem westlichen Sportprogramm, verhilft Ayurveda sicherlich zu einem größeren Körperbewusstsein und vielleicht zur Traumfigur.

Fasten – Weg zum Glück?

Fasten ist eine Form, die Aufnahme von Nahrungs- und Genussmitteln zu reduzieren, die in vielen Kulturen und Religionen bekannt ist. Meist bereiten sich die Menschen damit auf hohe Feiertage vor, so auch die Christen. Ihre Fastenzeit erstreckt sich auf 40 Tage vor Ostersonntag. Die Muslime kennen die Fastenzeit in anderer Form. Sie dürfen nach Sonnenuntergang essen und trinken so viel sie möchten. Nur tagsüber müssen sie auf Nahrungsmittel verzichten. Das Ziel des Fastens ist bei allen Religionen ein ähnliches: das Reinigen des Körpers vor Festtagen, das Steigern des Bewusstseins für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse und das Bringen eines Opfers, um zu sühnen. Dieser religiöse Bezug des Fastens wird heutzutage häufig durch einen soziokulturellen ersetzt. Auch im Heilfasten steht die Reinigung im Vordergrund. So etwas wie Schlackenstoffe fallen allerdings im menschlichen Stoffwechsel nicht an. Alle Endprodukte scheiden wir über Niere, Darm, Lunge oder Haut aus. Wenn wir auch nicht entschlacken, so hat Heilfasten doch für uns einen Sinn.
Alle ernährungsbedingten Krankheiten können durch Fasten beeinflusst werden. Allerdings ist dies im positiven wie auch negativen der Fall. Deshalb ist es sinnvoll, sich vorher von einem Arzt beraten zu lassen. Das Fasten eignet sich allerdings kaum zur Gewichtsreduktion. Wer zu Übergewicht neigt, hat häufig eine falsche Ernährungsweise. Beim Abnehmen geht es auch darum, gesunde Essgewohnheiten zu erlernen. Das kann nur passieren, wenn man sich genügend Zeit für die Umstellung nimmt. Nach einer radikalen Fastenkur kehren Viele wieder zu ihren alten Verhaltensmustern zurück und essen so viel, wie vorher. So nehmen sie innerhalb weniger Tage wieder viele Kilos zu. Wer nach dem Heilfasten sein Gewicht halten möchte, muss also auch nach Ende der Kur Diät halten. Allzu gesund ist diese Form des Abnehmens nicht.

Bild: © by Almut Bieber / Pixelio

Wenn Hungern zur Sucht wird

Wer beim Abnehmen zu viel Ehrgeiz entwickelt, gerät schnell in einen Teufelskreis. Diese Menschen betrachten häufig das Essen als ihren ärgsten Feind im Kampf gegen die Pfunde. Wer Magersüchtig ist, weigert sich, trotz sichtbarer Mangelernährung, ausreichend Nahrung zu sich zu nehmen. Vor allem junge Mädchen und Frauen vor dem 40. Lebensjahr, aber auch immer mehr Männer sind betroffen. Meist sind es ehrgeizige Menschen, die sich eine schlanke Figur zum Ziel setzten, eine Diät machen und dann nicht aufhören können. Die Magersucht gehört zu den psychosomatischen Krankheiten. Auslöser sind ein verzerrtes Selbstbild und verschiedene psychisch belastende äußere Konstellationen. So erkranken Magersüchtige häufig an nicht intakten Beziehungen innerhalb ihrer Familie.
Wie auch bei anderen psychischen Krankheiten, verdrängen Betroffene und ihr Umfeld zunächst die Magersucht. Was oftmals als harmlose Diät beginnt, entwickelt sich zum Zwang, weil Freunde und Familie das Abnehmen zu Beginn unterstützen. Lob und anerkennende Blicke für die tolle neue Figur führen dazu, dass der Betroffene sich weitere Zuneigung durch sein Abnehmen erhofft. Ohne auf die Bedürfnisse des Körpers Rücksicht zu nehmen, beginnt die radikale Hungerkur. Folge sind nicht nur erhebliches Untergewicht, sondern auch aufgrund Mineralstoffmangels Erkrankungen des Skeletts und der Zähne, brüchige Haare und Fingernägel bis zum Aussetzen wichtiger Organe. Das Eingeständnis, krank zu sein, ist womöglich der schwierigste Schritt auf dem Weg zur Genesung. Magersüchtige sind häufig Menschen, die in allem einen gewissen Perfektionismus entwickeln können. Die Erkenntnis, dass Körper und Psyche nicht mehr reibungslos funktionieren, ist für sie ein Schock. Aber erst dann kann der Betroffene Gegenmaßnahmen ergreifen. Wichtig ist es, seinen Alleinkämpfer-Ehrgeiz zu überwinden und die Hilfe von Ärzten, Therapeuten, Familie, Freunden und anderen Magersüchtigen anzunehmen. Dann lernen die Erkrankten wieder, Freude am eigenen Körper und am Essen zu empfinden.

Schlank Schlemmen

Es ist so gemein: Superschlank mit dezenten Rundungen an den richtigen Stellen ist hipp und auf der anderen Seite schmoren jeden Tag Fernsehköche wie Tim Mälzer vor meinen hungrigen Augen allerlei Köstlichkeiten. Hinreizend, wie der Mann, der knallbunte Shirts der Küchenschürze vorzieht, durch sein exklusives Mobiliar wirbelt und Petersilie in einem Bruchteil einer Sekunde fein hackt. Überhaupt scheint Kochen kinderleicht zu sein, wenn man das Spektakel betrachtet. Begierig lecken meine Ohren an der Mattscheibe, wenn Tim mir erklärt, dass Fett im Essen ein wichtiger Geschmacksträger ist. Also brutzelt das grüne Kraut in einem schaumigen Bad aus Butter. Mit einem hörbaren Platschen gesellt sich der Lachs dazu. Spätestens indiesem Moment beginne ich, in meinem Fernsehsessel den Mund weit aufzureißen. Hinzu kommt Creme Fraiche … mit knurrendem Kugelbauch rücke ich dem Fernseher näher. Tim empfiehlt mir als Vorspeise eine Brunnenkresse-Gurkensuppe, vielleicht hat die nicht ganz so viele Kalorien. Das Dessert nennt sich Schokoprinz und spätestens hier verspüre ich den Drang, in die Fernbedienung zu beißen. Die Sendung ist vorüber und Tims Studioteam macht sich über alle Leckereien her. Ob ich mich auch für einen Job bei ihm bewerben könnte? Meinen Kugelbauch und mich drängt es zum Computer. Tims Rezepte gibt es im Internet und ich will wissen, wie viele Kalorien in Töpfen und auf Tellern auf mich lauern, wenn ich seine Menüs nachkoche. Zum Glück will Tim mir nicht den Spaß verderben und macht auf seiner Webpage keinerlei Angaben dazu. Also werde ich demnächst den Kochlöffel schwingen und durch mein weniger exklusives Mobiliar wirbeln und ein wenig langsamer die Petersilie hacken. Einge der Rezepte mit viel Gemüse scheinen nicht ganz so starke Dickmacher zu sein. Es gibt noch Hoffnung. Mein Ziel ist es, mich schlank zu schlemmen. Nur weil mein Kugelbauch bis zum Sommer verschwinden soll, muss ich nicht auf gutes Essen verzichten.

Der Jojo-Killer

kaesesahnetorteTrotz Käsekuchen habe ich ein Kilo abgenommen. Weshalb, kann ich nicht erklären. Vielleicht hat allein der Gedanke an eine Diät mich dünner gemacht. Nun kann ich bei einem Kilo noch nicht von Gewichtsschwankungensprechen. Trotzdem wäre es schön, wenn dieses eine Kilo Fett nicht wieder auf meinen Bauch oder meine Häften zurückkehren würde. Ich
fürchte mich vor dem Diätenkiller schlechthin: dem Jojo-Effekt. Wer nach der mühseligen Hungerkur endlich sein Traumgewicht hat, will sich natürlich für das Erreichte belohnen. Käsekuchen, Schokolade und Gummibärchen haben schon in der Vergangenheit als Belohnung gedient. Warum sollten sie das jetzt nicht weiterhin tun? Und schon schnappt die Falle zu. Denn nur wer seine Essgewohnheiten lebenslang verändert, darf die Traumfigur auch nach der Diät behalten. Das bedeutet, nie wieder so wie vor der Diät schlemmen zu können. Eine Freundin meiner Schwester hat die Glanzleistung vollbracht, bei einer Größe von etwa 1,65 Metern, ihr Gewicht von 100 auf 50 Kilo zu halbieren. Heute belohnt sie sich mit schicker Kleidung. Ihr Speisezettel sieht ähnlich aus, wie schon während der Diät: Viel Obst und Gemüse. Übrigens
hat sie sich mit dem Abnehmen zwei Jahre Zeit gelassen. Auch dies spielt eine Rolle, will man nicht Opfer des Jojo-Effekts werden. Bei Crashdiäten geht`s meist so schnell, dass der Körper vor allem Eiweiße, Mineralstoffe und Vitamine abbaut. Bekommt er nach der Diät endlich wieder etwas zu essen, legt der Körper nach den schlechten Erfahrungen schnell ein paar Reserven mehr an. Einzige Möglichkeit dem Jojo-Effekt zu entgehen, besteht darin, seine Ernährung dauerhaft auf gesundere Kost umzustellen. Außerdem kann Sport dabei helfen, die Fettrollen in Muskeln zu verwandeln. Die Bewegung regt die Verbrennung von Kalorien an. Denn Mangelernährung während der Diät führt oft dazu, dass der Köper mit seinen Reserven vorsichtig haushaltet und den Grundumsatz senkt.

Süßes-Schlabbern

Vor zwei Tagen waren die Käsekuchenentzugserscheinungen nicht mehr auszuhalten.
Noch stemmte ich mich verzweifelt dagegen, aber meine Hände waren bauchgesteuert. Also habe ich aus einem Kilo Vollfettquark, einem Becher Sahne, sechs Eiern, einem halben Pfund Butter und anderen Zutaten einen Käsekuchen gebacken. Ein Schlankmacher war das nicht gerade. Deshalb bezogen nach dem Verzehr sofort einige kleine Fettpösterchen Winterquartier an meinem Kugelbauch. Den Rest des Kuchens habe ich an meinen Freund und meine Mutter verfüttert. Die beiden müssen für ihre Kugelbäuche noch hart arbeiten. Ich selbst versuche mein tägliches Sportprogramm quantitativ zu erhöhen: Es gibt Olympia im Fernsehen. Zur Zeit laufen die Wettbewerbe im Short Track. Frauen in knallengen Anzügen jagen auf Schlittschuhen im Kreis. Die Anzüge liegen so eng an, damit nicht der Hauch eines Scherwindes die Raserei verlangsamen kann. Und obwohl sich die Läuferinnen so weit hinunter beugen, wöbt sich keinerlei Kugelbauch unter dem dünnen Trikot. Ich vermute, dort befindet sich nur steinharte Muskulatur. Ich liebe diese Sportart, weil es immer irgendjemanden gibt, der aus dem Kreisverkehr rutsch. Meist tun sie das schwungvoll auf Hintern oder Bauch und mit so hingebungsvoller Tortenklatschkomik wie die Stummfilmspaßmacher. Meine Methode, am sportlichen Leben teilzuhaben, führt leider nicht dazu, dass sich mein Kugelbauch in steinharte Muskulatur verwandelt. Deshalb werde ich vom passiven zum aktiven Sport wechseln. Im Sommersemester melde ich mich an der Uni zu einem Sportkurs an. Ich würde gern Fitness- oder Kraftraining machen. Und dann gehe ich noch in den Kletterkurs. Ich werde meinen Kugelbauch Kletterwände hochschleifen und in weite Höhen schwingen. Dann kann uns ein Käsekuchen nichts mehr anhaben.

Willkommen

Auf meinem Blog lest Ihr regelmäig neue Artikel zum Thema Diäten.
Hier werdet Ihr in Zukunft Zeuge eines ganz besonderen Ereignisses: Ich mache eine Diät. Eigentlich bin ich mit meiner Figur zufrieden. Ich habe mir nur leider in den vergangenen Monaten ein Kugelbäuchlein angefuttert. Noch kann ich meine Fußspitzen sehen, wenn ich an meinem Körper hinunterblicke. Zugegeben, der Bauch ragt dann schon sehr in mein Blickfeld hinein. Aber es gelingt mir weitestgehend, ihn in entscheidenden Momenten durch kräftiges Ausatmen zu verstecken. Doch im Sommer am Strand liegen, ohne Luft zu holen ist undenkbar. So muss der Bauch bis zum Saisonstart wieder platt sein. Leider stoße ich auf meinem steinigen Weg zur Traumfigur immer wieder auf Menschen, die mich an meinem Vorhaben hindern wollen. Mein Freund wies mich auf den Umstand hin, dass ich in meinen Bauch viel Geld und Zeit investiert habe. Was hat es mich gekostet, so viele Plätzchen, Schokolade, Chips und Gummibärchen zu kaufen, anzuschleppen und zu verdrücken. Und dann gibt es jeden Tag irgendjemand, der mir etwas gutes zu Essen gibt. Neulich im Büro: Auf dem Weg zwischen meiner Bürotür und der Küche steht ein Tisch. Auf den hatte irgendein hinterhältiger Kollege eine große Tortenplatte mit diesen gefüllten Schokokugeln gestellt. Sie sind so wundervoll lecker. Und jedes Mal, wenn ich mir eine Tasse Tee holen wollte, kam ich an diesen Schokokugeln vorbei. Selbstverständlich musste ich jeweils auf dem Hin- und auf dem Rückweg zugreifen. Hinzu kam, dass mich an diesem Tag plötzlich ein großer Teedurst quälte und ich dauernd zur Küche musste. Mein Kugelbauch wurde dicker und dicker und dicker … Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich und meinen Kugelbauch bei sicherlich unzähligen Diätversuchen begleiten würdet. Es wird ein spannender Kampf zwischen mir und meinem Bauch. Wobei es sich bisher zeigte, dass mein Kugelbauch den stärkeren Willen von uns beiden hatte. Aber davon lasse ich mich nicht einschüchtern. Deshalb: auf in den Kampf.

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